BUSINESS DEVELOPMENT MANAGEMENT

Business Development Management ist eine Aufgabe, die im Zeitalter der Wissensarbeit das ganze Unternehmen betrifft und damit mehr ist, als nur Marketing oder Geschäftsfeldentwicklung. Ähnlich, wie man Marketing als "marktorientierte Unternehmensführung" auffassen kann, so lässt sich Business-Development als zukunftsorientierte Unternehmensentwicklung definieren. Hierbei macht es wenig Unterschied, ob das Unternehmen aus 1, 10 oder 100.000 Menschen besteht oder in welcher Branche BD Management betrieben wird.


Gleichzeitig sind Business Development Management und die damit verbundene Berufsbezeichnung Business Development Manager Begriffe, die zunehmend häufiger auch in Stellenanzeigen auftreten. Vergleicht man die Anzeigen, so ergeben sich branchen- und/oder unternehmensspezifisch erhebliche Unterschiede.


Herzlich willkommen also auf diesem Blog, auf dem Sie zukünftig viele Informationen zum Thema finden werden. Ich würde mich auch über einen regen Austausch zum Thema freuen, auch Gastautoren sind willkommen!


Was aber ist Business-Development-Management?

Wikipedia:

Business Development, deutsch Geschäftsfeldentwicklung, irrtümlich häufig auch Geschäftsentwicklung, ist die Weiterentwicklung einer wirtschaftlich ausgerichteten Organisation.


Naja, etwas dünn. Besser gefällt mir Volker Wehmeiers Definition: "In einer bestimmten Branche ist eine Idee innerhalb eines gewachsenen Unternehmensverständnisses zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Dies mit allen Herausforderungen der Produktentwicklung, des Vertriebs, des Marketings, - überwiegend mit bestehenden Ressourcen."


Definitionen, wie sie das Industriezeitalter mit sich bringt. Wie aber verhält es sich mit der "Wissensgesellschaft" in diesem Zusammenhang? Was und wie wird ein Business Developer im postindustriellen Zeitalter arbeiten? Möglicherweise wird die Wichtigkeit des "Wie" abnehmen. Stattdessen wird es mehr um das "Warum" gehen.


Anstelle einer Definition lehne ich mich daher lieber an einen integralen Ansatz an:


Business Development = Wer entwickelt für Wen Wo Was mit welchen Mitteln


Bisher sieht es da mit der Praktikabilität etwas mau aus, möglicherweise ein Grund dafür, warum BDM eher ein Randdasein führt.


Denn bisher ist das
Wer - die Person, die nun mal auf dem Posten sitzt
für Wen - im besten Fall noch der Kundenfokus
Wo - ja wo eigentlich? Wie ist das kulturelle Umfeld?
Was - häufig noch ausschließlich technologiegetrieben
Mit welchen Mitteln - Her mit den Kreativitätstechniken und den Marktforschungsberichten

Kein Wunder, dass das nicht mehr gut funktioniert.
Stattdessen solle Business Development idealerweise so funktionieren:


Wer - die Person, die für das gegenwärtige Projekt maximale Kompetenz besitzt (oder sich erarbeitet)
für Wen - die Unterteilung in Teilmärkte sollte genaue Kenntnisse über alle MarktteilnehmerInnen liefern
Wo - dito
Was - von der Zukunft her gedacht sein (z.B. Theory U)
Mit welchen Mitteln  - diese sollten zweck- und zielgerichtet eingesetzt, bzw. entwickelt werden


Es tun sich also reichlich Spannungsfelder auf, über die sich diskutieren lässt.

Interessiert?

Weitere Themen im Blog:

- Neu! Krise oder nicht Krise: Wann brauchen wir Business-Development-Management?

- Business Development Management

- Kreativitätstechniken

- Persönlichkeit eines Business Development Managers

- Strategie und Geschäftsfeldentwicklung

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